Ein Weihnachten für die Vergessenen Italiens

Buongiorno, mein Name ist TRUDI. Ich habe die letzten zwei Jahre zusammen mit meinem riesigen Rudel bei Stella und Pasquale in einem privaten Tierheim in Salerno verbracht. Das ist in Süditalien, an der Amalfiküste, aber die kenne ich eigentlich gar nicht richtig. Ich war ja die meiste Zeit auf dem Tierheimgelände und für tägliche Spaziergänge und Ausflüge hatten Stella und die anderen kaum Zeit. Sie müssen sich ja um uns alle kümmern und uns so gut es geht versorgen und zur Zeit sind wir fast 50 hier. Es ist immer viel los, ein Kommen und Gehen und es ist laut. Ich genieße jetzt die Ruhe in meinem neuen Zuhause. Ich habe nämlich jetzt eine eigene Familie, ein Körbchen und eine Kuscheldecke. Ich bin schon fast ein richtiger Van-Hund. 🤘🐶😜

1. Tag im neuen Zuhause
😍

Ignorieren, schön reden, bagatellisieren und vergessen. Das Leid der Tiere hier im Süden Italiens, vor allem der streunenden Hunde und Katzen, geht ins Unermessliche. Die meisten Italiener schauen einfach weg und zeigen leider auch sehr oft ganz klar und deutlich ihre Haltung zu diesem Thema. Tierschützer, sei es aus dem In- oder Ausland werden verbal angefeindet, manchmal auch physisch attackiert und erhalten teilweise auch Morddrohungen. In den meisten Fällen wird ihre Arbeit für den Schutz der Tiere aber einfach ignoriert. Trotzdem gibt es sie, diese Menschen, die ihr gesamtes privates Vermögen und all ihre Liebe und Kraft für den Schutz der Tiere jeden Tag aufs Neue einsetzen. Wir haben zwei von ihnen kennen lernen dürfen und sind sehr glücklich darüber. Wir sind eher zufällig auf Stella und ihr kleines Team gestoßen und haben sie gefragt, ob wir sie bei unserer „Durchreise“ in den Norden besuchen dürfen, um uns ein Bild von ihrer Arbeit und der derzeitigen Situation zu machen.

Bei unserem Besuch wurden wir von Stella und Pasquale sowie ca. 50 freudig erregten Fellnasen begrüßt. Wir hatten keine Scheu und sind mitten rein ins Getümmel. Man darf wirklich nicht zimperlich sein und man muss es schon mögen dass man angesprungen und abgeleckt wird. Wir waren insgesamt drei Mal dort und bereits beim zweiten Besuch wurden wir weich. Nun bereichert TRUDI unser Leben und wir sind gespannt auf die Zukunft.

Am liebsten hätten wir alle mitgenommen, zumindest noch ein oder zwei Seniorinnen aus der Runde, die es nicht einfach hatten in ihrem bisherigen Leben. Alte und schwarze Hunde werden so gut wie nie adoptiert.😱😠😖 Wir haben uns Stella’s Geschichten angehört, von gequälten Tieren, in Kisten zum Sterben eingesperrt oder einfach auf den Müll geworfen ( 3 Welpen ohne Mutter). Oder die Geschichte von Última, die mit einer Harke misshandelt wurde. Oder oder oder…. Man könnte wahrscheinlich ein Buch darüber schreiben und es im Buchladen in der Horrorecke unterbringen.

Dann musste ich während unseres Besuches plötzlich an die Adventskalender für Hunde und Katzen denken, die es seit ein paar Jahren bei einer in Deutschland sehr bekannten Tierhandlung zu kaufen gibt und wie dekadent das doch ist im Bezug auf das Elend der Tiere hier unten. Hier fehlt es an den Basics, massiven Zwingern, die vor Hitze und Kälte schützen, Hundehütten, Fressnäpfen, Decken, Medikamenten, Futter, vor allem aber Platz zum toben und spielen. Stella ist gerade dabei einen anderen Standort mit mehr Platz zu finden. Aber auch dies ist nicht so einfach im korrupten Süden.

Wir lassen jetzt mal die Bilder sprechen, denn die sagen ja oft mehr als die berühmten tausend Worte.

Wir bewundern die Arbeit dieser Menschen, die ihre gesamte Freizeit opfern. Stella’s Team fängt Hunde und auch Katzen ein, meist von der Straße und lässt diese kastrieren. Nicht alle können in ihrem Heim aufgenommen werden, sodass sie wieder ausgesetzt (nur gesunde und Erwachsene Tiere) und Futterstellen eingerichtet werden. Das machen auch viele andere Tierschützer so.

Auch wenn es hart klingt, das Kastrieren der Tiere ist nunmal die einzige Möglichkeit dem unkontrollierbaren Vermehren Einhalt zu gebieten und das daraus resultierende Leid der Tiere stoppen. Weniger Hunde, bedeutet auch mehr Futter für die anderen. Wir haben uns sagen lassen, dass es zur Zeit nur alleine im Raum Neapel tausende Streuner gibt, die unter erbärmlichen Bedingungen leben. Ganze Rudel rund um den Vesuv, alte und kranke Hunde, Welpen und leider auch tote Tiere.

Wir möchten auch in Zukunft die Arbeit von Stella und dem Team von IL RECINTO DEGLI INVISIBILI unterstützen und bitten um Mithilfe. Jeder kleine Betrag, sei es auch nur 5€ hilft schon, wenn viele von euch mitmachen. Die Organisation ist wirklich seriös, wir haben es ja mit eigenen Augen gesehen. Sachspenden sind erstmal zweitrangig, da der größte Kostenfaktor die Sterilisation und die ärztliche Versorgung der Tiere ist. Außerdem das drumherum bei einer Adoption wie Chip setzen, Tollwutimpfung und so weiter. Hier wird am meisten Geld benötigt. Macht alle mit und schaut nicht weg. Ultima, Mina, Piccolo, Lola, Lilly, Romina und all die anderen Fellnasen werden es euch danken.

SPENDENKONTO

Überweisung: IBAN IT81A360 81051 3829 8620 998621

Name: Teresa Zagaria

Verwendungszweck: Spende

PayPal: stellazagaria3@gmail.com

Weitere Informationen zu RECINTO DEGLI INVISIBILI findet ihr hier:

Facebook

Website

Wir haben die originale italienische Seite gleich mal für euch übersetzen lassen. 😜

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