Plan B

Wir haben lange überlegt, ob wir tatsächlich den Winter im Süden verbringen möchten. Schon während unseres Aufenthaltes in der Dordogne wurden wir von unseren Workaway Hosts gefragt, ob wir nicht lieber bei ihnen bleiben bzw. im Dezember zu ihnen zurückkehren wollen, wenn es uns in Süditalien nicht gefällt. So kam es, dass wir vor ca. 2 Wochen endlich eine Entscheidung treffen mussten, noch bevor wir Trudy geholt haben. Nicht Italien, auch nicht Frankreich, sondern das Land von Pippi und Michel. 😉 Es zieht uns immer wieder in unser Lieblingsland, nach Schweden.😍 Da es aber zu dieser Jahreszeit tagsüber noch eher dämmrig ist und nicht so hell wie im April, können wir diesmal nicht im Bob bleiben. Das macht unsere Solaranlage nicht mit. Also checken wir als Erstes die Situation bei Workaway für Dezember/ Januar. Leider finden wir nicht das Passende, da die meisten für uns interessanten Stellen schon besetzt sind oder mal wieder nur für eine Person. Aber wozu gibt es Airbnb? Wir haben gelesen, dass es für Langzeitaufenthalte super Rabatte gibt und finden ein Mini-Haus für 600€ für 42 Nächte. Absolut klasse, nur sind hier keine Haustiere erlaubt. Also suchen wir weiter und werden fündig. Wir buchen ein Haus, geeignet für den Winter, Hunde sind willkommen und der Preis stimmt auch.👍 Wir überwintern nun (zumindest teilweise) in Ånge, Mittelschweden. Das liegt oberhalb der großen Seen in der Nähe von Östersund. Diese Gegend kennen wir bereits und freuen uns wie verrückt auf Schnee, Eis und Einsamkeit und auf unsere Gastgeberin Jessica mit ihren zwei Hunden. ❄️🐾🐶☃️

Wir fragen uns, ist es eine Typfrage ob Süden oder Norden? In unserem Fall eher nicht. Bisher hatten wir in Italien eher mäßig gutes Wetter. Es regnet viel und es gibt kaum Campingplätze oder sonstige Infrastruktur, die ein Überwintern für uns attraktiv macht. Ab Oktober wird ist es ungemütlich, leer und die meisten Orte sind wie ausgestorben. Gut, wir sind sowieso lieber in der Natur unterwegs und touristische Infrastruktur ist für uns eher unwichtig. Aber auch für’s „Wildstehen“ benötigt man ab und zu Strom oder Sonnenschein, sonst wird es eng mit der Stromversorgung. Dann doch lieber Schnee als Regen und Sturm.

Also, Bye Bye Süden, auf in den Norden! 🤘